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Bewegungsfreiheit

Movement

Ein Körper, der nur eine Bewegung kennt, meldet sich irgendwann — sei es die ungewohnte Bewegung beim Heben oder ein plötzlicher Richtungswechsel beim Treppensteigen. Hier forderst du ihn wieder, kraftvoll und verspielt zugleich, auf viele verschiedene Arten. Das macht dich nicht nur stabiler, sondern freier: Ein Körper, der vieles kann, trägt dich leichter durch den Tag.

Yoga als Sportersatz?

Ich gehe 1x die Woche zum Yoga

Für viele Menschen ist ihre wöchentliche Yogaeinheit zugleich ihr wöchentliches Bewegungsprogramm. Die einen gehen 1x die Woche zum Volleyball, die anderen zum Yoga. Das ist keine Fehlentwicklung, die man beklagen müsste, sondern einfach ein Faktum, mit dem sich Yogastudios auseinandersetzen müssen. Und es bedeutet: Diese Stunde muss körperlich etwas leisten. Leider hat genau hier das moderne Yoga eine Schwachstelle.

So ausgefeilt viele Yogahaltungen (asanas) sind, so unterentwickelt ist das, was zwischen ihnen passiert (hier wird oft von vinyasa gesprochen). Wer intensiv übt, wiederholt über Jahre dieselben wenigen Übergänge – und die trainieren den Körper nicht unbedingt ausgewogen sondern können ihn sogar abnutzen. Verletzungen an Knien, Schultern, Handgelenken und unterem Rücken gehören zu den bekannten Problemen intensiver Yogapraxis.

Movement setzt genau an dieser Schwachstelle an: Wir entwickeln die Bewegungsseite des Yoga weiter, vor allem das, was zwischen den Haltungen passiert – die Übergänge. Der Kern: Bewegungsvielfalt statt einseitiger Optimierung. Während der Sport den Körper auf genau ein Ziel hin trainiert, geht es im Movement um das Gegenteil: dieselbe Sache auf viele Arten können, den Körper ganzheitlich nutzen, seine Möglichkeiten erweitern. Bewegung entsteht dabei aus der Körpermitte, in Verbindung mit dem Boden, getragen von einer Wirbelsäule, die sich in ihrer ganzen Länge bewegen kann. Tiefe Positionen werden nicht passiv ausgehalten, sondern aktiv bewegt – so wächst der Spielraum des Körpers, und die Kraft wächst mit.

Die Stabilität, die aus vielfältiger und kreativer Bewegung entsteht, ist nicht die des Felsens, der starr stehen bleibt. Es ist die des Baumes im Wind: Er gibt nach, bewegt sich mit – und findet immer wieder in seine Haltung zurück. Denn Anpassungsfähigkeit bedeutet nicht weniger Stabilität - sie im im Gegenteil ihre Bedingung.

Yoga abwandeln – darf man das überhaupt?

Ja, und zwar wegen etwas, das leicht übersehen wird: Yoga ist nicht durch bestimmte Formen oder Bewegungen definiert. Viele Haltungen, die heute als klassisch gelten, sind kaum hundert Jahre alt und stammen teilweise sogar aus der westlichen Körperkultur. Was Yoga zu Yoga macht, ist nicht, welche Übungen man macht – sondern wie: konzentriert, mit dem Atem verbunden, im Moment, aus der Balance heraus statt aus der Überforderung. Diese Qualität lässt sich auf jede Bewegung übertragen. Auch auf solche, die den Körper aufbauen, statt ihn abzunutzen.

Florian Ferger - Inhaber und Geschäftsführer

Quellen vielfältiger Bewegungspraxis

Movement steht auf einem Fundament, das seit Jahren von klugen Köpfen entwickelt wird. Hier sind einige, die uns besonders beeinflusst haben: die Movement Culture um Ido Portal, die Bewegung als lebenslange Praxis in ihrer ganzen Breite versteht; das Foundation Training von Eric Goodman, das gezeigt hat, wie sich eine gesunde, tragfähige Grundspannung im Körper aufbauen lässt; das moderne Mobility Training, das Beweglichkeit nicht als passives Dehnen begreift, sondern als aktive, kontrollierte Erweiterung des Bewegungsspielraums – gestützt auf aktuelle Sportwissenschaft. Und aus dem Yoga selbst: die Arbeit von Dr. Ronald Steiner, Sportmediziner und Ashtanga-Lehrer, der zeigt, wie sich traditionelle Praxis und moderne Sportmedizin verbinden lassen. Wir führen diese Ansätze mit dem zusammen, was Yoga ausmacht: Es geht nicht um Leistung, sondern darum, den eigenen Körper differenzierter zu spüren und freier zu nutzen. Movement macht aus Yoga kein Allheilmittel – aber es füllt die Lücke, die das klassische Yoga oft offen lässt.

Für wen ist die Movement Praxis geeignet?

Für alle. Denn von ihr profitieren sehr unterschiedliche Körper. Wer steif ist, wird spürbar beweglicher. Wer sehr beweglich ist, aber wenig Kraft hat, baut in der Beweglichkeit endlich Stabilität auf. Und beide machen dieselbe Erfahrung, die wir immer wieder hören: sich im eigenen Körper plötzlich richtig wohlzufühlen. Dazu kommt etwas, das im Yoga selten geworden ist – das Erlebnis, wirklich weiterzukommen. Sich Bewegungen anzueignen, die vorher unmöglich schienen, ist kein Bruch mit dem Yoga. Es ist selbst ein Yogaweg.

"Eine ganz neue Art der Bewegung und Beweglichkeit"

Teilnehmer:innen unserer Movement Kurse berichten

Katharina N.

Gestartet habe ich den ersten Movement-Kurs vor vier Jahren, weil ich fließendes Yoga mag. Bewegungsabläufe statt Wechsel von einer statischen Position in die andere. Das habe ich hier auch gefunden. Aber geblieben bin ich, weil mir dieser Kurs eine ganz neue Art der Bewegung und Beweglichkeit eröffnet hat. Muskeln, von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie ansteuern kann. Vor allem war der Kurs eine Herausforderung, durch die ich in meine Kraft gefunden habe. Dadurch, dass er immer so sorgfältig durchdacht und gut strukturiert ist, möchte ich ihn nicht missen.

Annemarie W.

Als Läuferin ist mein Training oft auf Leistung ausgelegt und setzt den Körper durch monotone Bewegungen einer hohen Belastung aus. Um langfristig fit zu bleiben, ist es für mich wichtig, den Körper in all seinen Facetten zu fordern. Der Movement-Kurs war dafür genau das Richtige: Ganz ohne Druck konnte ich neue, ungewohnte Bewegungsmuster erkunden und in der Gruppe einen Flow erarbeiten, der mir ganz neue Insights gegeben hat wie sich der Körper bewegen kann.

Katja R.

Ich hätte gedacht, dass ich mehr Angst davor habe, mich in die Umkehrhaltung zu begeben, aber die Anleitung und die Tandemarbeit waren so vertrauenserweckend, dass ich mich schnell überwinden konnte. Mein schönster Moment war, im halben Handstand zu balancieren anzufangen und meine Kraft zu spüren. Ich war nicht enttäuscht und habe nicht gehadert, dass ich den freien Handstand noch nicht geschafft habe.

Unsere Movement-Kurse

Movement ist einfach ein Teil vieler unserer Yogastunden. Und wenn du tiefer gehen willst, dann findest du hier immer wieder Intensivkurse zu spezifischen Themen.

Tiefer einsteigen

Weiterführende Artikel zum Thema Movement

In unserem Blog diskutiert Florian in unregelmäßigen Abständen praktische und theoretische Aspekte seiner Movement Praxis.